>> Betreuen heißt nicht Entmündigen. Wir verhelfen unseren Betreuten zu mehr Selbstbestimmung. <<

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Pressebericht

Eberhard Fricker bleibt Vorsitzender

Betreuer für fremde Personen sind rückläufig

Bei der Mitgliederversammlung am 16.3.2017 wurde der gesamte Vorstand einstimmig wiedergewählt. 1.Vorsitzender bleibt Eberhard Fricker, sein Stellvertreter ist Bernd Mager, Franz Dreyer ist weiterhin Schriftführer und Thomas Quarleiter bleibt Kassier. Beisitzer sind Hans-Peter Seute, Gabriele Rebstock, Helga Sander und Dr.Christoph Feiner.

Der 1.Vorsitzende betonte vor rund 20 Mitgliedern im Sitzungssaal des Landratsamtes, dass er dem Landkreis dankbar sei für die finanzielle Unterstützung: "Neben den finanziellen Rahmenbedingungen gibt es immer wieder die Herausforderung, genügend ehrenamtliche Betreuer zu finden", erklärte er.
Dennoch konnte der Verein zehn neue BetreuerInnen im vergangenen Jahr dazugewinnen. Vier davon haben eine sogenannte Fremdbetreuung übernommen, also die Betreuung eines Menschen, mit dem dieser nicht verwandt ist.
E. Fricker bedankte sich bei den ehrenamtlichen Betreuern und den Vereinsmitarbeitern für deren wertvolle Arbeit.
Kassier Thomas Quarleiter berichtete von einem positiven Jahresergebnis. Gründe dafür seien, dass der Betreuungsverein auf der einen Seite Gelder einsparen konnte und der Zuschuss seitens des Landkreises erhöht worden ist.
Der Verein könne dadurch ein neues EDV-Programm zur Archivierung und Digitalisierung für die Betreuungsfälle anschaffen und die hauptamtlichen MitarbeiterInnen bei der Zusatzversorgungskasse anmelden.
Geschäftsführer Theo Schwarz sprach von einem normalen Jahr für den Verein.
Die hauptamtlichen Mitarbeiter führten insgesamt 128 Betreuungen, was einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeutete.
Deren Arbeit besteht in der rechtlichen und persönlichen Unterstützung und Hilfestellung für die Betreuten, die aufgrund ihrer körperlichen, psychischen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen nicht mehr in der Lage sind, ihre persönlichen und finanziellen Angelegenheiten ohne fremde Hilfe zu erledigen.
Die Betreuer sind somit eine helfende Hand für den Betreuten, wenn es um die Organisation ambulanter Dienste oder um die Gesundheitsfürsorge geht; aber auch bei finanziellen Angelegenheiten handeln sie als gesetzlicher Vertreter. Die Zahl der zu betreuenden Menschen nimmt weiter zu und auch viele junge Menschen brauchen Unterstützung.
Die Probleme, die es zu lösen gelte, seien häufig sehr komplex und zeitaufwändig. Deshalb seien die hauptamtlichen Betreuer an der Kapazitätsgrenze.

87 ehrenamtliche Betreuer, also zwei mehr als in 2015, hatten sich dem Verein zum Ende des vergangenen Jahres angeschlossen. 44 davon seien Fremdbetreuer, 43 von ihnen unterstützen einen ihrer Angehörigen. Insgesamt führen sie 111 Betreuungen." Es wird immer schwieriger Menschen zu finden, die sich dieser ehrenamtlichen Aufgabe zur Verfügung stellen", betonte Schwarz.

Insgesamt sind Ende 2016 im Landkreis 1062 Betreuungen für Erwachsene geführt worden, was 0,79 Prozent der Kreisbevölkerung entspricht. In etwa 75 Prozent aller Betreuungen sind ehrenamtliche Betreuer bestellt, vorwiegend in der Person eines Angehörigen.

Geehrt worden sind für ihre 15 jährige Tätigkeit als 1. und 2. Vorsitzender E.Fricker und B.Mager und Susanne Schnell als Kassenprüferin, sowie für 10 Jahre Franz Dreyer als Schriftführer.

Zudem stellte Jörg Zwecker, der Behinderten- und Inklusionsbeauftragte des Landkreises Tuttlingen, seine Aufgaben vor und bot dem Verein seine Unterstützung an.